Die passende Lösung – zur richtigen Zeit

Das Jahr 2008 beginnt für unser Unternehmen, aber auch für mich persönlich mit einigen Umstellungen. Seit einer Woche bin ich nun im Marketing und Vertrieb der avitea GmbH tätig. Ein ganz anderer Job als der, den ich vorher als Personaldisponentin für das Unternehmen gemacht habe. Aber die wirtschaftliche Lage zwingt uns alle zu Veränderungen. Auch mein neuer Chef, Herr Seidel, muss das erkennen. Unsere strategischen Konzepte zur Arbeitnehmerüberlassung sind in der Krise natürlich kein Thema für unsere Kunden. Also gut, Trübsal blasen hilft nichts, es müssen neue Ideen her. Wie können wir mit unseren Kunden in Kontakt bleiben auch wenn Sie uns in diesem Jahr nicht beauftragen? Wie können wir Ihnen vielleicht einen Mehrwert bieten?

Wie so häufig bei uns entspringt die Idee für ein neues Konzept aus den Aufgaben, die wir für unseren Mutterkonzern übernehmen. Wegen der neuen staatlichen Förderungsmöglichkeiten bei Qualifizierungsmaßnahmen während Kurzarbeit wurde ein großes Projekt von uns für die Hella abgewickelt. 9000 Mitarbeiter wurden gescreent, Unterlagen zusammengetragen, Mitarbeitergespräche geführt und Anträge bei der Bundesagentur für Arbeit gestellt und letztendlich unzählige Mitarbeiter in Qualifizierungen gebracht. Und das innerhalb von 3 Wochen. Da kann man ja wirklich den Hut vorziehen. Unser Leiter der Personalentwicklung, Tim Eichhoff, meint nur „alles machbar, solange man strukturiert vorgeht“. Und genau das ist das Stichwort für meinen Herrn Seidel: „Können wir dies nicht auch anderen Unternehmen anbieten? Da gibt es doch Kniffe und Tricks, die man beachten muss. Und man muss schnell sein, damit man sich die öffentlichen Fördermittel sichert, oder nicht?“ Eichhoff entgegnet begeistert: „Klar, und daraus machen wir dann eine E-Learning CD!“

Gesagt – getan. Nein, so schnell ging es dann doch nicht. Aber die Idee hat alle beeindruckt. Die Umsetzung kann also beginnen. Zusätzlichen Anreiz (oder sollen wir es Druck nennen?) bringt dabei die freudige Rückkehr vom Vertriebsleiter „Die CD hab ich schon verkauft – ein Kunde hat großes Interesse und will sie bei der Hausmesse an seine Kunden verteilen.“ Nun beginnt also die harte Phase – die CD muss in 10 Tagen fertiggestellt werden. Ich denke mir nur „Ok, unter Druck arbeitet man ja bekanntlich am besten – aber dass das hier so „rund gehen“ würde, hätte ich nicht gedacht. Was soll’s?“ Das Projektteam ist schnell gebildet und schließt sich ab nun in den Konferenzraum ein. Ich bin mit unserem Azubi für die Umsetzung der Inhalte ins Programm zuständig – hat eigentlich schon mal jemand damit gearbeitet? Egal, nach einigen Stunden haben wir die gröbsten Handgriffe raus und können beginnen. Tim Eichhoff schließt sich in sein Büro ein und arbeitet an den Texten. Markus Humpert, der zweite neue im Vertrieb, nimmt die Gesetzestexte mit ins Bett und feilt an den zusätzlichen Tools die wir unseren Kunden bieten möchten. Seidel plant die Marketing- und Vertriebsoffensive. Jeder hat seine Aufgabe gefunden und jeder fragt sich „Wie ist das zu schaffen?“ Zumal die To-Do Liste mit detaillierterem Projektwissen nicht kürzer wird. Man merkt nicht mehr, wie die Zeit verfliegt, wir treffen uns morgens, abwechselnd holt man sich einen Kaffee, ab und zu fährt mal jemand zum Bäcker und versorgt die Mannschaft mit Nahrung und irgendwann trennt man sich abends wieder, als die Augen schon vom auf dem Rechner starren brennen.

Trotz all der Hürden, die in dieser Zeit genommen werden müssen, schaffen wir es. Die CD „Sofortige Personalkostensenkung“ wird in vorgegebener Zeit fertiggestellt. Einige Highlights bleiben aber stets unvergessen: Hr. Nolte, Chef unserer Werbeagentur, der uns eines Abends aus Mitleid eine frische, warme und duftende Pizza vorbei bringt (Danke dafür, das hat die Nacht gerettet) und Hr. Humpert, der uns mit seinem sarkastischen Humor und seinen Sticheleien immer wieder ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Dies krönte er besonders damit, dass er für die letzten 48 Stunden bis zur Deadline einen Countdown auf unserem Großbildschirm eingerichtet hat – so bleibt man motiviert!

Mit dem Projekt können in 2008 enge Kontakte zu unseren Kunden hergestellt und gehalten werden, vielen Unternehmen konnten wir mit unserem Wissen in Work-Shops oder mit der CD wirklich helfen. Heute sind bei diesen wieder Mitarbeiter von uns beschäftigt. Trotz des Stresses, der schlaflosen Nächte und der Nächte in denen man geschlafen hat und von der CD geträumt hat, bleibt diese Zeit als Start für mich beim Vertrieb unvergessen. Neben dem Spaß, den wir trotz der vielen Arbeit hatten, haben wir unheimlich viel gelernt und konnten unseren Kunden einen echten Mehrwert bieten. Was will man eigentlich mehr?

Weitere Informationen auf der avitea Internetseite …